Viel ist durch die Bürgerbeteiligung am neuen Bebauungsplan erreicht worden

von Karl-Heinz Brausen - 28.11.2012

 

Viel ist erreicht worden durch die Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 105a für das neue Kohlekraftwerk. Im Rahmen der sogenannten „frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung“ waren bei der Stadt Datteln 135 Stellungnahmen eingegangen und sind sorgfältig bearbeitet worden.

Im Einzelnen haben sich bisher folgende Änderungen ergeben:

  • Bei der katalytischen Rauchgasreinigung wird an Stelle von reinem Ammoniak nun Ammoniakwasser verwendet. Dies wurde geändert um Bedenken gegen die Lagerung von druckverflüssigtem Ammoniak auszuräumen. Ammoniakwasser fällt nicht unter die Störfall-Verordnung (12. BlmSchV). Somit kann kein sogenannter Störfallbetrieb entstehen.
  • Das Kohlelager wird verkleinert.
  • Am Fuß des Kühlturms wird in Richtung Wohnbebauung eine zusätzliche Mauer errichtet, die die Geräuschemission des Kühlturms weiter senken soll.
  • Aus dem gleichen Grund sollen die Maschinentransformatoren eine Einhausung bekommen.
  • Die Rauchgasreinigung wird derart verbessert, dass die Emissionen des Kraftwerks sehr weit unter den momentan gültigen Grenzwerten bleiben.

Allerdings muss auch die Frage nach dem Sinn der Maßnahmen erlaubt sein. Besonders bei den Maßnahmen zur Geräuschminderung kommen die Gutachten zu dem Schluss, dass die Verminderung der Lautstärke so gering ausfällt, dass Sie eigentlich gar nicht wahrzunehmen ist.

Übrigens, wer sich im Detail über das laufende Verfahren informieren möchte, wird im Internet auf den Seiten der Stadt Datteln fündig. Dort werden nicht nur der Verfahrensablauf und die Hintergründe sondern auch der aktuelle Stand der Dinge, die Protokolle der Ausschusssitzungen und die Gutachten für jeden zur Einsicht angeboten. Hier der Link: http://www.datteln.de/10_Kraftwerksplanung/einleitung.htm (Dies ist ein externer Link, der in Ihrem Browser eine neue Seite öffnet).