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Offener Brief an Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von Karlheinz Dingeldein

Beitrag von Karlheinz Dingeldein, Marl - 13.08.2012

Zu meiner Person: ich bin 80 Jahre alt, Dipl.-Ing. (FH), Maschinenbau

 

Offener Brief 

An Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

 

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

 

Energiewende, Chefsache! Die Entwicklung in Sachen erneuerbare Energien lässt immer mehr düstere Wolken am Horizont erscheinen. Aus meiner Sicht möchte ich sagen, es gibt keinen wirklich Sachverständigen im Landtag, der erkennt, dass ein weiterer starker Ausbau in Photovoltaik und Windkraft Industrie, Mittelstand und private Haushalte dermaßen kostenmäßig belastet, dass es wirtschaftlich nur noch bergab geht. Aluminiumhersteller insolvent, Edelstahlwerke verkauft, immer mehr Kaufkraftverluste bei den Privaten, bereits 600 000 Haushalte vom Strom abgeklemmt!

Hat überhaupt jemand in Deutschland in der Politik bei der Geburt des EEG auch nur annähernd geahnt, wohin das führt? Ich denke niemand. Man kann aber auch unterstellen, dass das, wie es sich zeigt, so nicht gewollt war. Das gilt natürlich in erster Linie für die Bundesregierung. Das zeigt wieder einmal, diktatorische Maßnahmen sind zum Scheitern verurteilt, da die Energiewende "100 Prozent erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar" nicht erreichbar ist.

 

Was plant die Regierung in Düsseldorf?

Der von der rot-grünen Regierung im Düsseldorfer Landtag erstellte Entwurf für ein Klimaschutzgesetz sieht vor, NRW soll mit Hilfe des Gesetzes "Klimaschutzland Nr. 1" werden. Umweltminister Johannes Remmel ( Bündnis 90 / Die Grünen ) war zu hören: "In den kommenden 40 Jahren müsse der CO2-Ausstoß an Rhein und Ruhr von 300 auf 70 Millionen Tonnen gesenkt werden". Um eine große Akzeptanz für das Gesetz zu erreichen, strebe die Regierung ein breit angelegtes Dialog- und Beteiligungsverfahren mit allen gesellschaftlichen Gruppen an. - Aber nicht nur Johannes Remmel, sondern auch unter dem Motto "Solar statt so lala!" machten sich Claudia Roth, Cem Özdemir, Sylvia Löhrmann stark für die weitere Förderung der Solarenergie und den konsequenten Ausbau der "erneuerbaren" Energien.

Breit angelegter Dialog? Mit wem? Mit ausgesuchten "Mitgliedern" einer Kommission? Eine Art "Ethikkommission"? Eine solche Vorgehensweise könnte katastrophale Ergebnisse bringen aus Mangel an Kenntnissen aus der Entwicklung zur "Klimakatastrophe"! Ja, sie ist entwickelt, nach allen Erkenntnissen heute: sie findet gar nicht statt! Wie soll man einen breit angelegten Dialog erreichen? Wie wär’s mit einem Aufruf an die Bürger von NRW? Nicht jeder Bürger kann bezüglich "Klimaschutz" sachlich einen Beitrag leisten, aber es gibt Bürger, die einen höheren Wissenstand haben, ich bin sogar überzeugt, einen höheren haben als manche Politiker (zumindest was sie öffentlich verkünden). Wäre es anders, so müsste man fragen: Ist das Handeln im Sinne des Amtseids: "- - - zum Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden,- - - "?

Aus NRW-Klimaschutzgesetz: "Der" Klimawandel findet global statt. Müsste dieser dann auch nicht global behandelt werden? In der Tat: Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, von der alle Staaten dieser Erde in die Pflicht genommen sind."

 

Wie sieht denn die Wirklichkeit aus?

Chinas Aufstreben zu einer Weltwirtschaftsmacht hat seinen Ausstoß an CO2 seit 1990 auf rd. 7500 Millionen t fast verdreifacht. Das hat mit dazu beigetragen, dass der weltweite Anstieg um 37 Prozent erfolgt ist! Die Weltbevölkerung beträgt heute ca. 7 Milliarden. Bis 2050 werden nach Projektion der Vereinten Nationen ca. 9,1 Milliarden auf dem Globus leben, 50 Prozent mehr als im Jahre 2000. Auch diese Bevölkerungsexplosion geht mit weiterem Energieverbrauch einher.

Deutschlands globaler Anteil an CO2 beträgt etwa 3 Prozent, davon sind aber nur um ­1 Prozent technischer Natur!

Die geplanten Vorhaben in Deutschland zur CO2-Reduzierung bewirken global praktisch nichts, würden uns aber hunderte Milliarden Euro kosten!

 

Was hat die Politik geplant? Reaktionen der Länder?

Am 17.Dez.2008 hat das Europäische Parlament beschlossen, die CO2-Emissionen in der Zeit von 2013 bis 2020 (Zeit nach Kyoto-Verpflichtung) deutlich zu verringern. Im Juli 2009 wurden die europäischen Ziele beim G 8 Gipfel aufgegriffen mit der Vorstellung, die Klimagasemissionen der G 8 Staaten bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, wobei die weltweiten Emissionen um 50 Prozent verringert werden sollten. Aber die Entwicklungsländer, voran China und Indien, sind jedoch nicht bereit, verpflichtende Zusagen zu irgendwelchen Emissionsbegrenzungen zu machen!

Im vorigen Jahr haben die Länder Japan, Rußland, Frankreich und Kanada die G 8 informiert, nicht mehr an der Fortführung der Gespräche für das Kyoto-Nachfolgeabkommen teilzunehmen. Auch USA fällt aus, denn der Senat hat die Gelder für Energiepolitik und Klimaschutz auf ungewisse Zeit vertagt.

Warum das alles? Diese Staaten zweifeln nicht mehr daran, dass eine anthropogene Klimakatastrophe nicht stattfindet. Nur noch Europa glaubt an die von Menschen gemachte Klimakatastrophe! Fazit: Kyoto im alten Sinne ist tot!

 

Wie wurde die "Klimakatastrophe" entwickelt?

Am 11.Aug, 1986 erschien der "Spiegel" mit dem Titel: "Die Klimakatastrophe" (Ozonloch, Pol-Schmelzen, Treibhauseffekt: Forscher warnen).Wissenschaftler haben den "Spiegel" angestiftet, die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung zu lenken, um anzustoßen, dass mehr Forschungsgelder bereitgestellt werden, um für eine notwendig erachtete "Klimavorsorge" aktiver zu werden.

Obwohl es seit 1972 das UNEP gab, das sich für schonenden Umgang mit der Umwelt einsetzt, wurde 1988 das IPCC gegründet! Nigel Calder, ein bekannter Wissenschaftsjournalist, der die Geburt journalistisch begleitete, berichtete: "Der Gründungsauftrag lautete, zu beweisen, dass der Mensch sich gegen das Klima versündigt, dass er die Schuld an der Katastrophe trägt! Der Grund für diese Aufgabe, Entwicklung eines gigantischen lang andauernden Geschäfts!" Prof. Dr. H. Schneider, Autor der Arbeitsgruppe II beim IPCC sagte 1989: "Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er ehrlich oder effektiv sein will."

Die dritte Klimakonferenz war Dezember 1997. Teilnehmer aus über 140 Ländern, alle (hoch?) verschuldet. Allen wird ein Protokoll vorgelegt, welches bekannt gibt, dass eine Klimakatastrophe bevorsteht durch von Menschen produziertes CO2. Ende 1997 wird in Bonn beschlossen, den Kampf gegen CO2 zu beginnen (um die Kassen gegen die Verschuldung zu füllen). Hauptinitiatoren waren Merkel, Gabriel und Schellnhuber!

 

Klimaforscher kontra Klimaforscher u. kritische Anmerkungen

Es gibt weniger als zwei Dutzend "Klimaexperten", die die These des anthropogenen Klimawandels vertreten, denen sich aber zahlreiche Organisationen, Wirtschaftsvertreter, Aktivisten und Politiker aller Parteien angeschlossen haben. Daraus haben die Politiker ihre Programme entwickelt. So schreibt die SPD: "Umschalten. Neue Energie schafft Arbeit (Quelle: SPD-Parteivorstand). Die Energiewende muss gerecht sein, die Kosten tragen wir gemeinsam und solidarisch. Strom bleibt für die Bürger sicher und bezahlbar!" (Welch ein Irrtum!). Die Grünen sagen:"40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs entfallen auf den Gebäudesektor. Aber der größte Teil des Energieeinsatzes sei völlig unnötig!" Die Verteuerung wird uns nur 0,5 ct/kWh kosten! (Herr Trittin, Focus 20/2011)

(Welch ein Irrtum!)- Im April 2011 sagte Bundesminister Norbert Röttgen, laut "Passauer Neuen Presse": Der Preis für die Kilowattstunde Strom werde sich in den nächsten Jahrzehnten um maximal 0,9 ct/kWh erhöhen, wenn die Pläne der Bundesregierung für eine Energiewende umgesetzt würden."(Welch ein Irrtum) So erklärte er vor den Abgeordneten der CDU / CSU Bundestagsfraktion.

Was wird uns da vorgegaukelt? Sind unsere Politiker in Sachen Energie nur Träumer oder Wahrheitsverbieger oder "nur" inkompetent?

Die Prognosen zur Klimakatastrophe entstammen alle aus Computersimulationen. Wer weiß schon, dass mit neun Klimamodellen renovierter Forschergruppen versucht wurde, bei Verdoppelung der CO2- Konzentration mit gleichen Vorgaben die Richtigkeit der Vorhersagen zu bestätigen. Völlig unterschiedliche und sich widersprechende Ergebnisse waren das Resultat. Die Computersimulationen suggerieren eine illusionäre Präzision; bei unsicheren Annahmen, groben Vereinfachungen oder sogar Irrtümern nicht verwunderlich. Es ist nicht zu begreifen, dass z.B. vom IPCC der Einfluß der Sonne als nicht relevant angesehen wird!

Wenn mit den Computermodellen noch nicht einmal das Klima der Vergangenheit nachvollzogen werden kann, kann auch mit Sicherheit keine stimmende Prognose für die Zukunft erstellt werden!

Inzwischen ist längst bewiesen, dass das IPCC Daten gefälscht hat. Das haben Hacker aufgezeigt, die in den Computer der University of East Anglia eindrangen. Sie veröffentlichten rund 1000 E-Mails mit privaten Dokumenten, dem persönlichem Schriftverkehr der Forscher. Als Folge: Der Institutsleiter, der selbst Fälschungen vorgenommen hat, wurde noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen seines Amtes enthoben.

Es gibt zahlreiche Manifeste und Beiträge von Klimaforschern, die an der Politik des IPCC Kritik üben, um gegen die "unbegründete Annahme anzugehen, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu einer katastrophalen Erwärmung führt." Dazu gehört auch der Heidelberger Appell von 1972, den weltweit über 400 Wissenschaftler, darunter 67 Nobelpreisträger unterschrieben haben. Weitere wichtige Aufrufe sind das Leipziger Manifest von 1995 und 1997, die Oregon-Petition von 1999 / 2001 und die kanadische Petition aus dem Jahre 2006.Von weltweiter Übereinstimmung unter Wissenschaftlern kann also keine Rede sein.

Als es um die Zusammenfassung des 4. IPCC-Berichts ging, wurde in Paris mit 500! Politikern und Wissenschaftlern aus 154 Nationen über die je 30 Seiten umfassende Zusammenstellung der drei Teile "gefeilscht" mit dem Ergebnis, dass der Wasserdampf, der physikalisch weit wirksamer ist als CO2, der mit rd. 70 Prozent an der Absorption beteiligt ist, gar nicht mehr erwähnt wurde, so dass die in Sachen Klima ungebildeten Politiker annehmen mussten, CO2 sei das relevante Klimagas.

Als die Zusammenfassung veröffentlicht wurde, gab es weltweite Proteste, aber nicht in Deutschland! Deutsche aktive Klimaforscher können öffentlich keine Kritik üben an der vom IPCC politisch festgelegten Erwärmungsursache durch CO2, denn es droht Karrieresturz (Verlust des Arbeitsplatzes) und Streichungen von Forschungsgeldern! Doch es ist interessant, dass Prof. Schellhuber, Berater der Kanzlerin, anhand eigener Untersuchungen zu dem Schluss gelangt, dass es keine globale Erwärmung gab! (J.F. Eichner, E. Koscienly-Bunde, A. Bunde, S. Havem and H.J.schellnhuber: Power law persistence and trends in the atmosphere, a detailed study of long temperature records, Phys.Rev. E 68, 2003) In 95 weltweit verteilten Stationen wurden die Temperaturverläufe der letzten Jahrzehnte untersucht, das Ergebnis: "In der weit überwiegenden Mehrheit aller Stationen konnten wir keine Anzeichen für eine globale Erwärmung erkennen." Prof. Rahmstorf hat im gleichen Jahr durch eigene Untersuchungen bestätigt, dass das heutige Temperaturniveau kühl ist im Vergleich zu früheren Warmperioden. Seine Arbeit: "Timing of abrupt climate change: A precise dock". Geophs. Lett.30, Nr. 10. 2003, S 1510).

Auch Mojib Latif, Meereswissenschaftler am Leibnitz-Institut an der Uni Kiel, hat im Mai 2008 als Co-Autor in der Fachzeitschrift Nature, Vol 453, geschrieben, dass bis etwa 2020 keine weitere Erderwärmung sich einstellt ( trotz Anstieg von CO2 ), dass sogar eine leichte Abkühlung in Europa sich einstellen könnte, da in den Klimamodellen Meeresströmungen nur ungenügend berücksichtigt wurden! Diese Aussage deckt sich mit Satelliten-Temperaturmessungen der NASA, die für die vergangenen dutzend Jahre keine globale Erwärmung mehr verzeichnet haben.

 

Was spricht gegen die "Klimakatastrophe"? Einige Fakten.

Wenn in der Wissenschaft neue Thesen aufgestellt werden, so wird durch weitere Forschung untersucht, deren Richtigkeit zu untermauern oder deren Unstimmigkeiten zu beweisen. Hier einige Fakten:

*Bohrkernuntersuchungen in der Antarktis haben als Ergebnis: Erst steigt die Temperatur und sehr viel später das CO2!

*Stalagmiten in unseren Breiten haben das gleiche Ergebnis gebracht.

*J. Crutzen hat in "Chemie der Atmosphäre" veröffentlicht: Die wesentliche Absorptionsbande für CO2 liegt bei 15µm, die bei 350 ppm gesättigt ist, d.h.: Zu Beginn des Industriezeitalters konnte CO2 noch bis 350 ppm absorbieren, danach gibt es nur noch geringfügige Effekte an den Flanken der Absorptionsbande!

*Hug hat mit offiziellen Daten des IPCC verglichen, danach beträgt der "natürliche" Treibhauseffekt 324 W/m2. Bei der Verdoppelung von CO2 wird nach Übereinkunft aus Computerrechnungen angenommen, dass sich der Strahlungsantrieb um 3,7 W/m2 erhöht. Das bedeutet, dass sich bei der Verdoppelung von CO2 der Treibhauseffekt nur um geringfügige 1,2 Prozent erhöht!

*Im internationalen Forschungsprogramm ARGO wurde mit 3000 Treibbojen, flächendeckend in allen Ozeanen, nachgewiesen, dass seit Jahren eine anhaltende Abkühlung der Ozeane stattfindet!

*Messungen der NASA (s. oben) erbrachten für die letzten dutzend Jahre keine globale Erwärmung´(obwohl CO2 steigt).

Die Fakten könnten noch fortgesetzt werden. Wenn aber schon ein Fakt vorliegt, der das Gegenteil aussagt, gilt in der Wissenschaft: dann ist die Hypothese zu verwerfen! Zur Untermauerung: Es gibt mittlerweile zahlreiche Fakten, die das Gegenteil belegen. Ergo: Es gibt keine anthropogene Klimakatastrophe!

 

Macht das Gesetz den Strom teurer?

Nach NRW-Konzept:"Nein! Die hohen Preise auf dem Strommarkt sind vorrangig auf mangelnden Wettbewerb zurückzuführen. Eine dezentrale Energieversorgung durch kleine und mittelständische Unternehmen wird den Wettbewerb auf dem Strommarkt beleben und dadurch grundsätzlich zu einer Strompreissenkung führen. Aufgrund der dadurch entstehenden geringeren Produktionskosten werden Industrie und Wirtschaft gleichzeitig wettbewerbsfähiger."

Man kann solche "Prophezeiungen" auch so interpretieren: "Hättet "ihr" uns früher gefragt, wir hätten "euch" gleich sagen können, wie man richtige Energieplanung macht! Dazu braucht man keine Forscher und keine Ingenieure. Dazu brauchen wir auch keinen Carnot- Prozess. Was ist das überhaupt?"-

Es war jeher Anliegen der stromerzeugenden Industrie, die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Dazu hat auch die chemische Industrie beigetragen, deren Anlagen es ermöglichen, bei der eigenen Energieerzeugung durchschnittlich über 7000 Vollaststunden pro Jahr zu fahren.

Im Jahr 2011 mussten für EEG-Vergütung 13,185 Milliarden gezahlt werden, in 2012 werden nach vorläufigen Berechnungen 14,1 Milliarden fällig werden. Dabei hat der Ausbau der Netze noch gar nicht richtig begonnen. Es ist also vorprogrammiert, von Jahr zu Jahr steigende Milliarden, wenn der Ausbau der EE fortgeführt wird. Aus dem Gutachten "Stromspeicher - was sie sind, was sie taugen, was sie kosten" können für verschiedene Erzeugungsarten im Vergleich entnommen werden:

 

Stromerzeugungskosten Kernenergie neues Kraftwerk                  5,0 ct / kWh

Kosten Pumpspeicherstrom, Tagspeicherung aus Kernkraft          7,0 ct / kWh

EEG Windeinspeisevergütung                                                         9,4 ct / kWh

EEG Solareinspeisevergütung                                                       16,0 ct / kWh

Wasserstoffspeicherung Windstrom 2-Wochenspeicher               36,0 ct / kWh

Wasserstoffspeicher Solarstrom 2-Wochenspeicher                     52,0 ct / kWh

 

Hinzu kommen noch die Aufschläge: StrEG/EEG, KWK-G, §19-Umlage, Konzessionsabgabe, Stromsteuer (wie bisher) und bei der Endabrechnung die Mehrwertsteuer.

Das geht in Richtung Kostenexplosion! Das geht auch in Richtung Gefährdung des inneren Friedens!

Ergebnis: Keine Stromverteuerung? Was für ein Irrtum!

 

Einige Gedanken zur näheren Zukunft Deutschlands.

Das von SPD und Grüne kreierte EEG im Jahre 2000? entpuppt sich immer mehr als Abschaffung der Marktwirtschaft bei der Stromerzeugung, quasi als Verstaatlichung der Stromversorgung.

Schon nach Teilausstieg aus der AKW-Grundlastversorgung, beziehungsweise Stopp von Kohlekraftwerken, werden wir in wenigen Jahren eine jährliche Subventionierung von 20 Milliarden Euro erreicht haben, die aber weiter steigt. Die fehlenden Kraftwerke, die zur Frequenzregelung und Überbrückung bei Windflaute und fehlendem Photovoltaik-Strom (nachts) erforderlich werden, müssen wegen mangelnder Benutzungsstunden hoch subventioniert werden, damit sie überhaupt gebaut werden. Was Gaskraftwerke anbelangt, die auch im Süden erforderlich werden, muss obendrein noch ein Gasversorgungsnetz vergrößert werden, was weitere Subventionen bedeutet. Ein Kraftwerksbetreiber kann nur für seine Kraftwerke garantieren, aber die Versorgungssicherheit an risikoreiche russische Gaslieferungen zu hängen, wäre meines Erachtens "dank" EEG ein zu empfindlicher Nerv!

Da die privaten Haushalte der Geringverdiener und das Gros der Rentner die durch EEG verursachten Belastungen nicht mehr tragen können, bedarf es Subventionszahlungen in größerer Milliardenhöhe aus der Staatskasse! Statt Entlastung des Staatshaushaltes wird auch dadurch die Verschuldung immer weiter getrieben, wie lange noch?

Die abgeschöpften Milliarden der Privaten werden deutlich auch die Binnenkonjunktur treffen. Das hat auch Folgen für unsere europäischen Nachbarn. In der Automobilindustrie wachsen die Absatzprobleme. Dazu hat auch die Abwrackprämie beigetragen, die Anreize zum vorzeitigen Neukauf bewirkte mit negativen Folgen für die kommenden Jahre.

Die nächste Wirtschaftsflaute kommt bestimmt. Die Vorreiterrolle Deutschlands für den "Klimaschutz" bedarf hoher Geldmittel und wird mit ständig steigender zweistelliger Milliardenhöhe unsere finanziellen Probleme nur verstärken.

Das Fazit kann also nur lauten: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende"!

Mit freundlichen Grüßen

 

Karlheinz Dingeldein