Aktuelles zum Kraftwerk

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Quelle: Westfälische Rundschau vom 27.04.2012, Seite 5

Autor: Das Interview fasste Miguel Sanches zusammen

Eingestellt von Karl-Heinz Brausen - 04.05.2012

Im kleinen Kabinettsaal im Kanzleramt stand Kanzlerin Angela Merkel sieben Chefredakteuren der WAZ-Gruppe Rede und Antwort. Das Interview fasste Miguel Sanches zusammen. Hier ein Auszug zum Thema Energiewende:

Frage: Wie geht es mit der Energiewende voran?

Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie fordert alle politischen Ebenen. Als Umweltminister setzt sich Norbert Röttgen sehr engagiert für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein, ebenso wie Philipp Rösler als Wirtschaftsminister für den Netzausbau. Die Planfeststellungsverfahren zum Beispiel obliegen den Ländern und alle - Bund, Länder, Kommunen - müssen sehr eng zusammenarbeiten, wenn die zügige Umsetzung gelingen soll.

Natürlich gibt es regionale Unterschiede: In Schleswig-Holstein liegt der Nutzen von neuen Windparks auf der Hand. Im Sauerland zum Beispiel steht man dazu erst am Anfang der Diskussion. Und Transitländer fragen sich, was sie davon haben, den Strom durchzuleiten, worin der Gewinn für sie selbst liegt.

 

Frage: Für Evonik-Chef Engel kommt die Energiewende zu langsam voran. Er fordert, das Thema zur Chefsache zu machen. Wollen Sie das?

Die Energiewende ist mir von Anfang an ein besonderes Anliegen gewesen. Mit den zuständigen Ministern berate ich regelmäßig. Für Mai habe ich zum dritten Gespräch mit den Ministerpräsidenten eingeladen, um die Fortschritte und Defizite mit ihnen zu besprechen. Jeder Minister in der Bundesregierung hat seine ressortspezifischen Zuständigkeiten, und ich habe eine besondere Verantwortung für das Ganze. Wir werden die Energiewende für unsere Bürger und unsere Wirtschaft zu einem Erfolg führen.

 

Frage: Sie sind zufrieden?

Wir haben eine klare Vorstellung davon, wie es weiter gehen muss. Bis Jahresende wissen wir, welche zusätzlichen Netze wir brauchen und welcher Handlungsbedarf im Kraftwerksbereich besteht. Sicher ist: Ein Kraftwerk wie Datteln, beinahe fertiggestellt und bereit, ans Netz zu gehen, wird gebraucht. Nordrhein-Westfalen muss sich klar dazu bekennen."